Ein Moment tiefer Verbundenheit
Letzten Sonntag saß ich bei Sonnenuntergang an meiner Feuerschale und ließ mich von den ruhig vor sich hin flackernden Flammen wärmen. Über mir spannte sich der klare, lilablau gefärbte Himmel. Die Neumondsichel und der aufgehende Abendstern waren bereits zu sehen.
Dieser Moment für sich war schon wunderbar, doch dann kam es noch besser: Ein beeindruckend großer Trupp Kraniche flog plötzlich in perfekter Formation über meinen Kopf hinweg. „Kruuuuh, kruuuuh!“ riefen sie, als wollten sie mir zurufen: „Hey Britttaaaa, wir sind wieder daaaa!“ Freude – und ein Gefühl tiefer Verbundenheit machte sich in mir breit.
Der innere Kompass der Kraniche – und unser eigener
Kraniche faszinieren mich, weil sie eine unglaubliche Fähigkeit zur Orientierung haben. Sie besitzen einen inneren Kompass, der ihnen genau sagt, wann es an der Zeit ist, aufzubrechen. Auf ihrer langen Reise orientieren sie sich an den Sternen, der Sonne und dem Magnetfeld der Erde. Zusätzlich spüren sie die Veränderungen des Windes und nutzen thermische Aufwinde, um energieeffizient zu reisen.
Mit all diesen natürlichen Navigationshilfen finden sie jedes Jahr verlässlich ihren Weg – über tausende Kilometer hinweg. Wir können so viel von den Kranichen lernen – über Vertrauen, über das natürliche innere Wissen, wann der richtige Moment für Veränderungen ist, und über die Kraft von Verbundenheit.
Den eigenen inneren Kompass wiederfinden
Eigentlich ist es kein Lernen, sondern ein “uns erinnern”. Denn auch wir tragen diesen natürlichen inneren Kompass in uns. Auch wir sind Teil dieses „Großen Ganzen”. Leider haben wir das verlernt – der Verstand regiert die moderne Welt. Für Naturvölker, wie zum Beispiel die Kogi, ist dies jedoch noch eine Selbstverständlichkeit.
Gerade in Zeiten von Informationsflut, KI und sozialen Medien wird Verbundenheit wieder zu etwas Existenziellem für unsere westlich geprägte Welt.
Denn wenn wir nicht verbunden sind, verlieren wir unsere Orientierung. Dann lassen wir uns hin- und herschubsen – von Meinungen, Trends, vermeintlichen Wahrheiten und Autoritäten. Es liegt in unserer Verantwortung, unsere Wahrheit nicht in fremde Hände abzugeben. Sondern den eigenen inneren Kompass zu stärken und der eigenen inneren Führung zu vertrauen.
Je mehr wir unserem inneren Wissen wieder vertrauen lernen, ihm Raum geben und uns für diese Verbundenheit mit dem Leben öffnen, desto stärker wird unser Gespür für unseren ureigenen Weg und wir beginnen wieder mit dem Großen Ganzen zu co-kreieren. Wir werden empfänglich für die Signale, die uns das Leben Tag für Tag auf vielfältige Weise sendet. Seit meinem AUFBRUCH OHNE PFEFFERSPRAY im Jahr 2016 kann ich das aus tiefer Überzeugung sagen.
Dann werden wir plötzlich auf ein Buch aufmerksam, das genau die Information enthält, die wir brauchen, um unseren nächsten Schritt zu gehen. So ging es neulich einer Klientin aus meiner 1:1-Begleitung.
Oder wir begegnen einem Menschen, der genau das ausspricht, was wir gerade hören müssen. Letzte Woche traf ich zufällig eine Frau in unserem Naturschutzgebiet Moosheide, die ich aus meinen Workshops kenne und sehr schätze. Unsere Freude über das Wiedersehen war echt. Diese Begegnung dauerte nicht lang, aber war voller Wärme und Verbundenheit. Und sie löste etwas in mir aus, das mich zu der Klarheit für meinen nächsten Schritt führte: Mein neues Format VerbundenSein in die Welt zu bringen.
Rituale für mehr Verbundenheit im Alltag
Wir können aktiv etwas tun, um unser Gefühl von Verbundenheit zu stärken. Ein guter Anfang ist es, deinen Fokus auf die Qualität von Verbundenheit zu richten und gezielt nach Momenten der Verbundenheit in deinem Alltag Ausschau zu halten. Seitdem ich meinen Fokus darauf gelenkt habe, sammle ich immer mehr dieser „Kranich-Momente“ , in denen ich mich wirklich verbunden fühle. Ich lade dich ein, es auch auszuprobieren. Vielleicht können dich die folgenden Fragen dabei unterstützen.
Reflexionsfragen für mehr Verbundenheit
Ich lade dich ein: Beobachte die Qualität von Verbundenheit in der nächsten Zeit für dich. Mach dir Notizen oder – noch besser – beantworte dir diese Fragen schriftlich.
- Erinnerst du dich an Momente in der Vergangenheit, in denen du dich aufrichtig verbunden gefühlt hast?
- Woran erkennst du dieses Gefühl von Verbundenheit?
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Was braucht es für dich, um in Verbindung zu gehen?
Gemeinsam auf dem Weg der Verbundenheit
Das uralte schamanische Ritual der MEDIZINWANDERUNG ist übrigens ein sehr kraftvoller, ritueller Raum, um uns mit uns und dem Leben zu verbinden – insbesondere in Phasen des Übergangs und der Neuorientierung im Leben.
Mit deiner persönlichen Absicht (Intention) oder Fragestellung im Herzen, lässt du dich in einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten für eine lange Weile durch das magische Furlbachtal treiben und von der Kraft der Natur und der Gemeinschaft tragen. Mehr dazu erfährst du hier.
Vielleicht begegnen dir in den nächsten Tagen eigene „Kranich-Momente“ – kleine Zeichen, die dich daran erinnern, dass du Teil von etwas Größerem bist. Ich lade dich ein, dich für diese Momente zu öffnen und ganz bewusst Ausschau nach ihnen zu halten.
Verbundenheit beginnt dort, wo wir bereit sind, sie wahrzunehmen. Viel Freude beim Erforschen!

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