Herbst-Tag-und-Nachtgleiche: Ritual für Balance und Lebensenergie
Der Name September leitet sich vom lateinischen septem = sieben ab, weil er im römischen Kalender der siebte Monat war. Heute, im gregorianischen Kalender, ist der September der neunte Monat – und entspricht damit dem Zeitpunkt, an dem ein Baby für gewöhnlich das Licht der Welt erblickt. Das passt wunderbar zur Zeitqualität dieses Monats.
September als Übergangsmonat im Jahreskreis
Der September ist ein Monat des Übergangs. Der Sommer verabschiedet sich langsam aber spürbar und räumt seinen Platz für den Herbst. Früher wurde er deshalb auch „Herbstmond“ oder „Scheidig“ genannt.
Rund um den 22. September findet die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche statt – bei den Kelten „Mabon“ genannt. Diese Zeit um die Tag-und-Nacht-Gleichen lädt uns dazu ein, unsere Lebensbereiche auf Balance und Gleichgewicht zu prüfen und uns bewusst anzuschauen, wohin unsere kostbare Lebensenergie fließt – und woher wir sie nehmen.
Sind in unserem Leben
- Geben und Nehmen,
- Aktivität und Ruhe,
- Anschaffen und Loslassen
im Gleichgewicht?
Balance als Voraussetzung für Lebensenergie
Im Leben geht es immer um Ausgleich, denn ein natürliches Gleichgewicht ist die Voraussetzung, damit Lebensenergie fließen kann. Die Natur lebt es uns täglich vor: Auf jeden Tag folgt die Nacht, auf jeden Sommer ein Winter, nach jedem Vollmond ein Neumond.
Die Kriegerin – der Archetyp, der uns unterstützt, unseren ureigenen Weg zu gehen und deshalb das Herzstück meiner Arbeit mit Frauen ist – achtet sehr bewusst darauf, wohin ihre Lebensenergie fließt. Denn sie weiß: Ihre Lebensenergie ist ihre kostbarste Ressource.
- Ohne Lebensenergie keine Gesundheit.
- Ohne Lebensenergie keine Authentizität
- Ohne Lebensenergie kann keine Liebe fließen.
Was könnte also kostbarer sein als deine Lebensenergie – und wohin du sie gibst? Mit einer klaren Ausrichtung unserer Lebensenergie können wir unglaublich viel in dieser Welt bewegen. Doch wenn wir nicht achtsam mit ihr umgehen, versickert sie –
- in Aufgaben, die uns sinnlos erscheinen,
- in Menschen, die uns auslaugen,
- im Kampf gegen Situationen, die wir nicht ändern können.
Die Energiebilanz als zeitgemäßes Ritual
Darum lohnt es sich, dir in regelmäßigen Abständen ganz bewusst vor Augen zu führen, wohin deine Energie Tag für Tag fließt. Diese Bewusstheit darüber ist der erste Schritt für nachhaltige Veränderung. Wenn wir unseren Ist-Zustand einmal klar vor Augen sehen, statt nur ein vages Gefühl zu haben, macht das einen großen Unterschied.
Genau dafür ist meine Energiebilanz gedacht. Sie ist ein einfaches und zugleich erhellendes Werkzeug, um dir bewusst zu machen, wohin deine Lebensenergie an einem gewöhnlichen Tag in deinem Leben fließt. Damit schaffst du die wichtigste Voraussetzung für Veränderung – und eine klare Ausrichtung.
Für viele Menschen gehören zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche Rituale dazu.
Ein Ritual ist eine bewusste Handlung, die Sinn und Symbolkraft hat – und damit unser inneres Erleben, das was uns wichtig ist, im Außen sichtbar und wirksam macht.
Ein Ritual muss dabei nicht immer etwas Altes oder Traditionelles sein. Es darf zeitgemäß und alltagstauglich sein – und kann ganz schlicht gestaltet werden: einen geschützten Raum für dich schaffen, dir ganz bewusst Zeit für dich nehmen, eine Kerze entzünden, eine Musik auflegen, die dich berührt. Wenn du deine Energiebilanz so zelebrierst, wird diese Handlung an sich schon zu einem kraftvollen Ritual, das dir Klarheit schenkt und dich wieder ein Stück mehr zurück zu dir bringt.
Die Energiebilanz ist ein zeitgemäßes Ritual der Kriegerin – ein bewusstes Innehalten, Hinschauen und Neu-Ausrichten. In meinem Workbook findest du außerdem Impulse, wie du dieses Ritual in die uralten, natürlichen Zyklen einbinden und dich von den Kräften der Natur unterstützen lassen kannst.
Mit dem Download meines Workbooks beginnt außerdem eine kleine Reise: In einer dreiteiligen E-Mail-Serie begleite ich dich Schritt für Schritt hin zu einer klareren Ausrichtung deiner Lebensenergie – mit Impulsen, Ritualen und einer ersten Begegnung mit der Kriegerin in dir.
Vielleicht denkst du im ersten Moment: Dafür habe ich keine Zeit. Doch genau hier liegt die Einladung und Magie: innezuhalten und zu spüren, was es dir schenken könnte, wenn du deine Lebensenergie klarer ausrichtest.
Wie würde es sich anfühlen, wenn du deine Energie nicht mehr in Dinge gibst, die dich erschöpfen, sondern sie ganz bewusst für das einsetzt, was dich wirklich nährt?
Und frage dich: Was kostet es dich
- auf körperlicher Ebene,
- auf emotionaler Ebene,
- und auf seelischer Ebene
wenn du es nicht tust?
Ein Beispiel aus meiner Praxis
In meiner 1:1 Intensivbegleitung „Erwecke die Kriegerin in dir!“ habe ich mit einer Frau gearbeitet, die sich endlich mehr Raum für sich und ihre eigenen Bedürfnisse nehmen wollte. Eine gestandene Persönlichkeit im besten Alter, mit einem gut laufenden Business. Doch in ihrem Umfeld gab es Menschen, nach deren Kontakt sie sich regelmäßig ausgelaugt fühlte.
In einer Sitzung fragte ich sie: „Wie viel Prozent der Menschen in deinem Umfeld rauben dir Energie?“ Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: 2 %.
Auf den ersten Blick nicht viel, oder?
Als ich sie fragte, wie viel Prozent ihrer Energie diese 2 % Menschen ihr nehmen, waren wir beide sprachlos: 80 %! Was wäre, wenn sie diese 2 % loslassen könnte? Wie viel mehr Energie stünde ihr dann zur Verfügung?
Bei näherer Betrachtung erkannte sie, dass diese Menschen ihr keinen Raum für ihre eigene Energie ließen. In ihrer Bedürftigkeit nahmen sie den gesamten Raum der Begegnung für sich ein – und das erschöpfte sie zutiefst.
Während sie mir dies erzählte, betonte sie immer wieder, dass sie diese Menschen dennoch sehr mag. Sie wollte nicht, dass ich das „falsch verstehe“.
Ich spiegelte ihr, dass genau hier ein Muster sichtbar wurde: Sie erlaubte sich nicht, Menschen – oder deren Energie – nicht zu mögen und sich von ihnen fernzuhalten.
Schon früh hatte sie gelernt, „immer verständnisvoll“ zu sein. Sätze wie „Wer weiß, wann du deren Hilfe mal brauchst“ von ihren Eltern hatten sie geprägt. So überschritt sie regelmäßig ihre eigenen Grenzen – aus Angst vor der Reaktion dieser Menschen und aus dem alten Muster, das brave Mädchen zu sein.
Die Kriegerin in ihr schlummerte noch. Das änderten wir im Verlaufe des weiteren Prozesses.
In der nächsten Sitzung arbeiteten wir energetisch mit diesen 2 % Menschen, lösten die alten Glaubenssätze und die Verbindung auf energetischer Ebene – zum höchsten Wohle aller Beteiligten. Denn erst, wenn wir aufhören, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen und unsere Grenzen sichtbar machen, haben auch sie die Möglichkeit, in ihre eigene Kraft zu kommen.
Kennst du das auch – dass wenige Menschen oder Tätigkeiten unglaublich viel deiner Energie ziehen? Wie sähe dein Leben aus, wenn du dir diesen Raum zurückholst?
Reflexionsfragen für dich
- Wo erlebe ich in meinem Leben gerade ein Ungleichgewicht?
- Welche Bereiche nähren mich – und welche ziehen mir Energie?
- Was darf ich jetzt loslassen, damit Balance entstehen kann?
- Womit kann ich mein Lebensenergie-Konto bewusst auffüllen?
Balance als Schlüssel für deine Lebensenergie
Die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche erinnert uns daran, dass Licht und Dunkelheit, Fülle und Leere, Anfang und Ende untrennbar zusammengehören. Wahre Kraft entsteht, wenn wir diese Gegensätze nicht bekämpfen, sondern in Balance bringen.
Die Kriegerin, diese Urkraft in dir, weiß, dass deine Lebensenergie deine kostbarste Ressource ist. Sie ermutigt dich, achtsam zu sein, wohin sie fließt – und dir immer wieder bewusst Räume zu schaffen, in denen du dich neu ausrichten kannst.
Nimm dir in dieser besonderen Zeit um die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche einen Moment, um innezuhalten, deine Energiebilanz zu prüfen – und dich mit mir auf eine kleine Reise zu einem bewussteren Umgang mit deiner Lebensenergie zu machen.
