Das Titelbild zu diesem Artikel ist im Jahr 2016 während meines Aufbruchs ohne Pfefferspray entstanden. Es ist sehr viel mehr als ein Foto für mich. Vielmehr ist es ein Sinnbild für meine Entscheidung, meinen ureigenen Weg zu gehen. Es steht für innere Freiheit, dafür mir selbst treu zu bleiben und mich verletzlich zu zeigen.
Nach 34 Jahren, in denen ich versucht hatte, in etwas hineinzupassen, das nie meiner Natur entsprach, wollte ich endlich herausfinden, wer ich wirklich bin und was ich für mein sinnhaftes, natürliches und selbstbestimmtes Leben brauche.
Es hat mich Mut gekostet, mich so fotografieren zu lassen. Angst und Scham wollten mich zurückhalten, als sich mir diese Möglichkeit auf meiner Wanderung bot. Ich habe es trotzdem getan – und es niemals bereut.
Was das mit dem Monat Juni zu tun hat?
Erfährst du gleich.
Deinen eigenen Weg gehen: Was will durch dich geboren werden?
Der Monat Juni ist nach der römischen Göttin Juno benannt – die Göttin der Geburt, der Ehe und Fürsorge.
Halt jetzt gerne kurz inne und lass den Satz auf dich wirken. Woran denkst du dabei?
- An die Geburt eines Kindes?
- An die Ehe mit einem Partner oder einer Partnerin?
- An die Fürsorge für deine Familie, Kinder, Eltern oder andere liebe Menschen, die dich brauchen?
Ja. So sind wir konditioniert. Und natürlich ist das alles wichtig und wunderbar. Gar keine Frage.
Aber darum geht es heute nicht.
Heute geht es nur um dich.
- Um das, was durch dich geboren werden will: ein Herzensprojekt, dein erster oder nächster Schritt auf deinem ureigenen Weg.
- Um die Ehe, die Verbundenheit, die Treue zu dir selbst.
- Um die Fürsorge, die du dir entgegenbringst.
Was, wenn Fürsorge nicht bedeutet, dich noch mehr um andere zu kümmern, sondern endlich aufzuhören, dich und deine Bedürfnisse hinten anzustellen?
Fühlt sich dieser Gedanke erstmal ungewohnt an – oder bringt er dich sogar ins Schwitzen? Dann solltest du jetzt weiterlesen.
Wenn dein Licht heller leuchten will
Der Juni ist der Monat im natürlichen Jahreskreis, in dem die Sonne am höchsten steht. Ein Monat, der dir viel Wärme, Wachstum und Licht bringen kann – wenn du es zulässt.
Du kennst es bestimmt: An Tagen, an denen der Himmel so richtig azurblau ist und mit der Sonne um die Wette strahlt, freuen wir uns über die Wärme und Helligkeit.
Doch an diesen Tagen werden in unserer Wohnung auch automatisch die dunklen Ecken ausgeleuchtet, in die wir sonst nicht so gerne schauen. Da, wo Staub und Spinnweben sich tummeln oder wir noch die letzten Krümel der Weihnachtskekse finden. Da, wo plötzlich Flecken auftauchen, die bei trübem Wetter noch nicht da waren.
Genauso ist es mit unserem inneren Wohnzimmer, wenn wir bereit sind, unser inneres Licht heller leuchten zu lassen. Genau dann, wenn wir spüren, dass wir über unsere Grenzen hinaus wachsen wollen.
Genau dann, wenn wir es am wenigsten brauchen, kriechen sie plötzlich aus dem Keller: die Stimmen und Anteile in uns, die uns daran hindern wollen.
Die Angst, zu viel zu sein.
Die Angst, nicht mehr dazuzugehören, wenn unser Umfeld erfährt, wer wir wirklich sind.
Die Angst unter der Brücke zu landen, wenn wir den Schritt ins Ungewisse wagen.
Du kennst deine ganz persönlichen Stimmen bestimmt. Und vielleicht klopfen sie gerade schon an deine Tür? „Haaaalloooo! Wir sind auch noch da!“, rufen sie dir zu. „Du willst uns doch wohl nicht hier zurücklassen?!“
Deinen eigenen Weg gehen: Wo Licht ist, fällt auch Schatten
Der Juni fordert dich auf, genau diese Anteile aus ihrem dunklen Verlies zu befreien und sie mit liebevollen Augen anzuschauen. Der Juni schenkt dir genug Licht und Wärme, um diesen mutigen Schritt zu wagen.
Und bestimmt hast du auch schon die Erfahrung gemacht: Meistens verliert das, was im Dunkeln so furchterregend erschien, bei Tageslicht seine Kraft. Dann verwandelt sich die Riesenmonsterspinne plötzlich in einen harmlosen Schneider.
Willkommen im Monat der Kriegerin.
Bevor ich dir mehr über die Kriegerin erzähle, magst du an dieser Stelle vielleicht ein weiteres Mal innehalten und dir diese Fragen beantworten – gerne auch schriftlich, z.B. mit dem Freien Schreiben.
- In welchem Bereich deines Lebens dimmst du dein Licht gerade noch am stärksten?
- Stell dir vor, du würdest dich genau dort in deiner ganzen Wahrheit zeigen — welche inneren Stimmen melden sich dann bei dir?
- Und was brauchen diese Anteile von dir, damit sie sich sicher und verstanden fühlen?
Die nicht integrierte Kriegerin
Die Kriegerin ist ein kraftvoller und oft missverstandener Archetyp, den jede einzelne von uns in sich trägt. Wenn wir uns dieser Kraft nicht bewusst sind oder sie ablehnen, wirkt sie als Schatten in uns – unkontrolliert und manchmal destruktiv.
Dann sagst du ja, obwohl alles in dir Nein ruft.
Du sprichst deine Wahrheit nicht, um den Frieden zu wahren – und verlierst dich mit jedem Mal ein Stück mehr dabei. Du wirst immer frustrierter und machst vielleicht deinen Partner, deinen Chef oder deine Eltern für dein Unglück verantwortlich.
Oder du kämpfst verbissen um dein Recht. Du versuchst, die Kontrolle zu behalten und blockierst dich selbst damit. Deine kostbare Lebensenergie kommt nicht ins Fließen.
Wenn du die Kriegerin in dir integrierst, kannst du diese kraftvolle Ressource bewusst nutzen, um deine Lebensenergie in eine für dich erfüllende Richtung zu lenken.
Deinen ureigenen Weg gehen: Warum Licht und Liebe nicht reichen
Die Kriegerin ist die weibliche Urkraft in dir, die Licht und Dunkelheit gleichermaßen schätzt, denn sie weiß, dass ohne Dunkelheit kein Licht existiert!
Insbesondere in der spirituellen Szene wird uns häufig weisgemacht, dass wir uns ausschließlich auf Licht und Liebe fokussieren sollen.
Die Kriegerin in dir weiß, dass das – entschuldige bitte die Ausdrucksweise – Bullshit ist. Sie weiß, dass genau in dem, was dich triggert, dich ängstigt oder beschämt, das größte Potenzial für deine innere Freiheit liegt. Denn mal ganz ehrlich: Nur weil wir nicht hinsehen und uns auf Licht und Liebe fokussieren, bedeutet das nicht, dass der Dreck in den Ecken verschwunden ist. Und irgendwann, wenn die Gelegenheit günstig ist, wirst du ihn ganz bestimmt wiedersehen.
Hast du schon mal ein kleines Kind beobachtet, das sich die Augen zuhält und glaubt, dass es jetzt unsichtbar ist? So ungefähr ist das mit der Licht-und-Liebe-Welt.
Als reife, erwachsene Frau gibt es einen anderen Weg: Die Schatten in uns ins Licht zu bringen. Die ungeliebten Anteile in uns nach Hause zu holen. Sie als Teil von uns liebevoll anzunehmen und so unsere kostbare Lebensenergie, die in ihnen gebunden ist, freizugeben.
Das ist der Weg der Kriegerin.
Was vielen nicht bewusst ist: Es kostet dich so viel mehr Energie, dich immer wieder zurückzunehmen und anzupassen, als endlich für dich loszugehen!
Jetzt ist die Zeit, für dich loszugehen
Der Juni vereint Licht und Dunkelheit gleichermaßen, denn am 21. Juni, dem längsten und hellsten Tag des Jahres, feiern wir die Sommersonnenwende – einen bedeutenden Wendepunkt im natürlichen Jahreskreis. Ab dann werden die Tage wieder kürzer. Mit sehr langsamen, anfangs noch unmerklichen Schritten bewegen wir uns wieder in die dunklere Jahreszeit hinein.
Am 21. Juni wechselt auch der Frühling in den Sommer. Aus schamanischer Sicht wird der Sommer der Himmelsrichtung Süden zugeordnet und trägt die Energie von Feuer und ins Handeln kommen. Auch das ist die Kriegerin.
Du kannst noch so viel innere Arbeit machen – irgendwann wollen deine Erkenntnisse durch dich gelebt und verkörpert werden. Weil deine Seele sonst müde wird, wenn das, was du längst weißt, keinen Weg in dein Leben findet.
Das Element Feuer hat immer eine transformierende Kraft, die etwas, das uns nicht mehr dient, in etwas Neues verwandelt. Dafür müssen wir nur einen Blick in die Natur werfen: Die Wildnis nutzt das Feuer, um sich zu regenerieren. Tote Vegetation wird durch Feuer in fruchtbare Asche verwandelt, aus der wieder neue Pflanzen wachsen können.
Und so ist es jetzt an der Zeit, all das dem Feuer zu übergeben, was dich noch daran hindert, deinen nächsten Schritt zu gehen, dein Licht heller leuchten zu lassen und dem zu folgen, was dich in der Tiefe ruft.
- Nicht „irgendwann“.
- Nicht „wenn alles sicher ist“.
- Nicht „wenn ich keine Angst mehr habe“.
Sondern jetzt. Mit all dem, was gerade ist.
Hörst du den Ruf deiner Kriegerin?
Vielleicht ist da etwas in dir, das längst weiß: So, wie es ist, will ich nicht weitermachen.
Vielleicht spürst du deinen nächsten Schritt schon lange.
Dann ist jetzt genau die richtige Zeit, um dem Ruf deiner Kriegerin zu folgen.
Im Juni öffne ich einen kraftvollen Raum für eine Frau, die an einer Schwelle steht.
Für eine Frau, die ihr Licht nicht länger dimmen will. Die sich nicht länger mit etwas zufrieden gibt, dem sie längst entwachsen ist. Die den Ruf ihrer Kriegerin hört – und ihm folgen will.
Für eine Frau, die bereit ist, über die Schwelle zu gehen.
Dieser Raum ist für dich, wenn du den Ruf deiner Kriegerin hörst – ganz gleich ob das deine erste Begegnung mit ihr ist oder du die Verbindung mit ihr auf eine tiefere Ebene bringen willst. Ich halte dir den Raum und stehe hinter dir.
Spürst du, dass du diese Frau bist? Dann schreib mir, warum es dich ruft.
Anschließend bekommst du die Details zu dieser kraftvollen 1:1-Begleitung und du kannst in Ruhe herausfinden, ob diese Initiation wirklich für dich ist.
Ich wünsche dir einen Juni voller Wachstum, Klarheit, Mut und Licht, und dass du die Dunkelheit nicht ablehnst, sondern als wichtigen Teil deines Weges begreifst.

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